Nach der Untersuchung letzte Woche hat mir jemand ziemlich deutlich gesagt, dass so viel Sitzen und Pendeln auf Dauer nicht gutgeht, und irgendwie hat mich das mehr beschäftigt, als ich zugeben wollte.
Seit der langen Fahrt jeden Tag hin und zurück dachte ich schon länger daran, wieder selbst zu fahren, statt immer im Zug zu sitzen, aber ich habe es vor mir hergeschoben, weil mir vor den Kreuzungen in der Stadt ziemlich mulmig war. Jetzt habe ich endlich die ersten Fahrstunden gebucht!

Der Fahrlehrer meinte gleich am Anfang, „Sie fahren viel vorsichtiger, als Sie müssten“, was ich als nettes Kompliment genommen habe, auch wenn es wahrscheinlich eher eine Warnung war. Beim Einparken lief es holpriger, als ich dachte, aber auf der Landstraße war es entspannter, als ich befürchtet hatte.
Zwischen den Stunden sitze ich meistens noch kurz im Auto und kritzle irgendwas aufs Notizbuch, um runterzukommen, bevor ich wieder in den Feierabendverkehr muss. Ist schon witzig, wie viel ruhiger man wird, wenn man die Hände endlich selbst am Lenkrad hat, statt nur mitzufahren.
Mal sehen, wie es sich anfühlt, wenn ich die ersten Male allein fahre.
