Am Küchentisch bei Mama, die Kleine mit beiden Händen im Teig.
Mama hat den Ausstecher geholt, den gleichen wie immer, der am Rand schon leicht verbogen ist. Die Kleine drückt ihn zu fest hinein, sodass von der Form kaum noch etwas zu sehen ist, aber das stört hier niemanden.
Überall liegt Mehl, auf dem Tisch, auf dem Boden, sogar in den Haaren meiner Tochter. Mama wischt nur mit der Schürze drüber und lacht, als wäre das völlig normal.

Ich sitze daneben und schaue einfach zu, ohne Blick auf die Uhr, ohne Gedanken an das, was morgen noch erledigt werden muss. Nur der Duft von warmem Teig und das Klappern der Form auf dem Blech.
Am Ende sind die Plätzchen schief, manche fast schwarz am Rand, weil die Kleine unbedingt selbst in den Ofen schauen wollte. Mama sagt, genuaso hätten ihre eigenen früher auch ausgesehen.
