Heute früh bin ich kurz am Baseballfeld stehengeblieben, auf dem Rückweg, als die Linien frisch gekreidet waren und noch kein Mensch drauf stand. Der Himmel hing tief und grau, und hinter den Bäumen haben die Dächer der Reihenhäuser rausgeguckt, ganz ruhig irgendwie.
Ich wollte eigentlich nur kurz Luft holen, weil die letzte Runde ziemlich zieht, aber dann bin ich einfach stehen geblieben und habe das Feld angeschaut. Niemand da, nur die weißen Linien und die Wolken, die sich kaum bewegt haben.
Zuhause schlafen die Kinder noch, der Mann schläft auch noch, und für ein paar Minuten gehört einem so ein Stück Rasen ganz allein. Das hat gerade gereicht.

Komisch, wie viel Ruhe in so einem leeren Sportplatz steckt, wenn der Tag sonst nur aus Kita bringen, Teilzeitjob und Haushalt besteht.
