Draußen ist es schon lange dunkel, drinnen flackert nur noch der Bildschirm.
Ich sitze seit Stunden hier, obwohl ich eigentlich längst schlafen wollte, und der Unterarm juckt in diesem gleichmäßigen, ziehenden Takt, der einen nicht zur Ruhe kommen lässt.
Kein Wind draußen, keine Geräusche von der Straße, nur diese Stille, die nachts immer lauter wirkt als am Tag.
Die Augen brennen vom langen Starren auf den Bildschirm, und an den Armen sind wieder rote Streifen, die vom Kratzen kommen, auch wenn ich es gar nicht wollte.
Es ist inzwischen 1 Uhr, die Müdigkeit kommt langsam, aber die Haut lässt nicht locker.
Morgen früh klingelt der Wecker wieder viel zu zeitig, für die anderthalb Stunden bis zur Arbeit, und ich weiß schon jetzt, wie zäh das wird.
Manchmal denke ich, die Nächte sind wie ein eigenes Wetter, mal klar, mal schwül, heute einfach nur blau, wie der Schein von diesem Bildschirm, der viel zu lange an war.
