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Herzzeit ›Seelenwetter

Dünner Himmel

Heute ist einer von diesen Tagen mit hohem, dünnem Himmel. Nicht bewölkt, aber auch nicht richtig klar, eher so ein Licht, bei dem man nicht genau weiß, ob gleich noch die Sonne durchkommt oder nicht.

Seit dem Regalverkauf wird der Flur jeden Abend ein bisschen leerer. Heute morgen standen nur noch 4 Kisten da, der Rest ist schon im Container unten im Hof, und die Ecke daneben sieht inzwischen komisch groß aus, wo vorher alles vollgestapelt war.

Der freiberufliche Teil fühlt sich dagegen fast windstill an, keine neue Anfrage seit Tagen, aber auch kein richtiger Sturm. Komischerweise macht mich das im Moment nicht nervös.

Vielleicht liegt es einfach am Umzug, dass gerade alles ein bisschen leiser wirkt als sonst, man hat ja sowieso schon genug im Kopf zu sortieren. Die Wohnung riecht nach Pappkarton und offenem Fenster, irgendwo dazwischen auch leicht nach Kaffee vom Vormittag.

Mag ich im Moment, ehrlich gesagt, ganz gern, dieses Dazwischen! 🙂

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