Der Hausarzt hat bei der Vorsorge letzte Woche die trockenen, roten Stellen an den Armen und im Nacken angesprochen, die ich selbst schon länger kenne, aber irgendwie immer weggeschoben habe. Er meinte nur kurz, das solle sich ein Hautarzt ansehen, und hat mir eine Überweisung ausgedruckt, während ich noch mit dem Hemdsärmel am Kämpfen war.
Beim Hautarzt angerufen, und die Ansage am Telefon war ziemlich ernüchternd: der nächste freie Termin ist erst in 9 Wochen. Ich habe kurz gefragt, ob es vielleicht früher etwas gibt, falls jemand absagt, aber die Dame meinte nur, ich solle mich auf die Warteliste setzen lassen, mehr könne sie nicht machen.
Seitdem geht mir das nicht mehr aus dem Kopf, gerade weil ich im Büro sowieso schon 8 Stunden am Bildschirm sitze und im Zug zur Arbeit auch nichts anderes zu tun habe, als auf die Stellen am Arm zu schauen. Mittags esse ich meistens schnell irgendein belegtes Brötchen zwischendurch und trinke sonst nur Kaffee, was wahrscheinlich auch nicht hilft, aber wann soll ich mich da groß hinsetzen.
Am Wochenende stand ich dann in der Drogerie vor dem Regal mit den Cremes und wusste ehrlich gesagt nicht, wo ich anfangen soll, so viele Marken, so viele Versprechen auf der Verpackung, und am Ende bin ich mit einer ganz normalen Feuchtigkeitscreme wieder rausgegangen, ohne wirklich zu wissen, ob das überhaupt das Richtige ist.
Im Kopf schwirrt mir gerade Folgendes rum:
– ob eine Creme aus der Drogerie überhaupt etwas bringt, oder ob es sowieso erst mit einem Rezept vom Hautarzt losgeht
– ob 9 Wochen Wartezeit normal sind, oder ob ich woanders nach einem früheren Termin fragen sollte
– ob weniger Milchprodukte wirklich etwas verändern, oder ob das nur so ein Mythos ist, den man sich erzählt
Beantworten kann mir das gerade eh keiner, ich wollte es nur mal loswerden, weil es mir seit der Vorsorge einfach nicht mehr aus dem Kopf geht 😩
